Artenvielfalt als Philosophie

Betreiber von Golf- und Country Clubs in Deutschland legen immer mehr Wert auf Umweltbewusstsein.

Artenvielfalt

Am Seddiner See im Country Club in Wildenbruch setzt man auf Biodiversität. Das heißt, man ist bestrebt, ein naturnahes Areal zu schaffen, in dem die Natur die Vorherrschaft behält, trotz des regelmäßigen Betriebs auf dem Golfplatz. Das Gelände rund um den See beherbergt eine Vielfalt an Vögeln, die teilweise sogar zu den gefährdeten Tierarten Deutschlands gehören. Somit trägt man im Country Club auch zur Arterhaltung bei. Denn gefährdete Tierarten, wie den Aal, gibt es bereits genug.

Studie bestätigt die Biodiversität

Der Golf- und Country Club hat unlängst eine Studie in Auftrag gegeben, die vom Institut für Gewässerökologie durchgeführt wurde. Das Ergebnis: Das Areal rund um den Golfplatz, der sich hervorragend in die Naturlandschaft und die umliegenden Biotope integriert, weist eine große Artenvielfalt auf. So ist die Zahl der dort heimischen Tierarten in den letzten zehn Jahren von einst 126 Gattungen auf 152 gestiegen. Auch die Anzahl der Pflanzenarten hat sich im selben Zeitraum um fast die Hälfte erhöht.

Zu den jetzt um das Gelände heimischen Tierarten zählen der Weißstorch, der Eisvogel, die Feldlerche und die Sperbergrasmücke. Die Mitarbeiter des Klubs arbeiten dabei aktiv an der Gestaltung der Biotope mit. So gibt es mittlerweile eine eigene Imkerei sowie eine Zuchtvoliere für Steinkäuze.

Mitgliederbefragung

Der Country Club hat zudem eine Umfrage unter den rund 1.400 Mitgliedern durchgeführt und sie nach den, ihrer Meinung nach wichtigsten, Aufgaben des Klubs gefragt. Nach dem Thema Jugendförderung steht das Umweltbewusstsein gleich an zweiter Stelle.

Das Wasser, das für die Bewässerung der Golfflächen benötigt wird, holt man sich aus dem Seddiner See. Man fördert jedoch mehr Wasser als benötigt und leitet das überschüssige Wasser nach einer Reinigung durch eine kleine Kläranlage wieder in den See zurück. Damit werden in erster Linie Phosphate gelöst, die sonst zu einer übermäßigen Vermehrung von Algen im Gewässer führen könnten.