Polo ist kein Elitesport mehr

Einige Country Clubs in Deutschland haben unter anderem den Polosport zum Thema. Sie verfügen über eigene Reitanlagen, auf denen auch diese Sportart ausgeübt werden kann, oder veranstalten Turniere. Polo ist im heimischen Sport allerdings so populär wie beispielsweise die Ressource Open Office gegenüber Office von Microsoft in der Softwarebranche.

Pferde notwendig

Der Sport ist deshalb aufwendig, da man nicht nur die Sportler braucht, sondern auch die passenden Pferde. Davon braucht man mindestens drei bis vier. In Deutschland gibt es heute rund 400 aktive Athleten, die diese Sportart ausüben. Der deutsche Poloverband hat über 30 Teams als Mitglieder. Gerade in den letzten Jahren ist jedoch die Zahl der Polospieler gestiegen. Der Sport erfreut sich also immer größerer Beliebtheit.

Im internationalen Wettkampf kann sich Deutschland aber noch nicht behaupten. Teams aus den USA, England und Argentinien beherrschen das Feld.

Relativ teure Sportart

Zudem ist diese Sportart sehr teuer. Vor allem, wenn sie turniermäßig betrieben wird. In der niedrigsten Spielklasse kosten gut ausgebildete Pferde immerhin schon um die 10.000 Euro. Im High Goal, der höchsten Spielklasse, muss man für die Tiere bereits bis zu 25.000 Euro hinblättern. Will man international durchstarten, so kostet ein geeignetes Pferd schon mal 100.000 Euro.

Die Kosten für die Pferde sind deshalb so hoch, weil sie eine dreijährige Poloausbildung absolvieren müssen. Um im Wettbewerb bestehen zu können, ist es zudem notwendig, die Pferde ständig zu trainieren, was wiederum Kosten verursacht.

Viele Spieler kommen daher meist aus vorbelasteten Familien. Vor allem in England und Südamerika gibt es viele Spieler, deren Väter ebenfalls begeisterte Polospieler waren.

Polo ist ein klassischer Mannschaftssport und wird auch dementsprechend betrieben. Dazu ist es ein sehr schneller Sport. Die Pferde erreichen bis zu 60 Kilometer pro Stunde und ein Ball fliegt dem Spieler mit einer Geschwindigkeit bis zu 200 Kilometer entgegen. Reaktionsfähigkeit ist also ein wichtiges Element in dieser noch eher seltenen Sportart.